An diesem Sonntag ging es für Florian Brosch vom Team Spessartchallenge TV BAD ORB zum zweiten Rennen des BASF Rhein Neckar Cups, bei dem Brosch seinen 5. Rang in der Cupwertung des Vorjahres bestätigen möchte. Auch Katharina Kreit suchte sich mit dem Heidelbergman einen der anspruchsvollsten Triathlons der Kurzdistanz aus, um sich für ihre erste Mitteldistanz bei der Challenge Walchsee vorzubereiten.
Wie schon am letzten Wochenende in Ladenburg lockte auch der Heidelbergman viele Spitzenathleten, unter anderem den Sieger des Ironman Texas 2016 Patrick Lange, der auch schon mehrfach die BASF Cupwertung gewinnen konnte.
Für Kreit und Brosch ging es zum ersten mal zum „Heartbreak Hill“ Triathlon nach Heidelberg. Eine malerische Kulisse rund um den Neckar mit Blick auf das Schloss und der schönen Altstadt lockten rund 600 Einzelathleten zu diesem Wettkampf. Von den Distanzen mit 1,6km schwimmen im Neckar, 36km auf dem Rad und 10km laufen lesen sich die Distanzen zuerst wie eine normale Kurzdistanz mit einer leicht verkürzten Radstrecke. Jedoch warten auf den 36km insgesamt über 800 Höhenmeter mit Anstiegen über 14%, weshalb man in der Wechselzone nicht die sonst üblichen Zeitfahr- sondern zu 95% Rennräder sah. Auch die Laufstrecke führt die Athleten über den Philosophenweg über 4km mit über 160HM bergauf und ermöglicht einen tollen Blick auf die Stadt, bevor es wieder bergab in Richtung Ziel am Neckar geht. Da es für Kreit um einen guten Trainingsreiz für die anstehende Mitteldistanz und für Brosch um eine möglichst gute Platzierung ging und somit im Rennen keine Zeit sein sollte, um den guten Ausblick zu genießen, ging es am Vortag nach Heidelberg, um sich die Stadt noch etwas anzuschauen.
Am Wettkampftag ging es gemeinsam mit den restlichen Startern zu Fuß zum Schwimmstart. Nachdem sich Brosch in einer Verfolgergruppe unter den Top20 wiederfand, konnte sich auch Kreit im Hauptfeld behaupten und mit einer guten Schwimmzeit auf das Rennrad steigen.
Brosch konnte sofort couragiert losfahren, merkte jedoch schon am ersten steilen Anstieg, dass er sich für eine falsche Übersetzung entschieden hatte und musste deshalb mit viel Kraft und wenig Frequenz die langen und steilen Anstiege erklimmen. Für Kreit lief es von Beginn an gut und sie konnte die teils „ungeliebten“ Berge flüssig bergauf und bergab fahren. Nach der langen Auffahrt folgte eine rasante und kurvige Abfahrt, bevor es wieder auf die zweite Runde ging. Auf dieser verlor Brosch in der ersten Runde aufgrund fehlender Streckenkenntnisse etwas Zeit, obwohl auch er mit knapp über 80km/h Höchstgeschwindigkeit die Abfahrten kontrolliert und zügig nahm. In der zweiten Runde konnte Brosch jedoch auch bei der langen Abfahrt seine Höchstgeschwindigkeit nochmals erhöhen und den Abstand zu den heimischen und den Topstartern mit Streckenkenntnis konstant halten.
| Katha und Flo beim Heidelbergman |
Nachdem das Rad in der zweiten Wechselzone abgestellt wurde, ging es für den laufstarken Brosch in den Top 20 auf die bergige Laufstrecke. „Das erste Stück ist so steil, da ist man fast im gehen schneller“, so Ironman Texas Sieger Patrick Lange im Gespräch mit Kreit und Brosch im Vorhinein. Nach 500 flachen Laufmetern wusste Brosch, was Lange am Wettkampfmorgen beschrieben hatte: „Auch wenn ich im Training aufgrund der überwiegend flachen Laufstrecken im Triathlon keine Bergauf- und Bergabläufe trainiere, hat sich bei mir das Gefühl von langen und steilen Bergaufpassagen aufgrund des Berglaufs der Spessartchallenge eingebrannt. Ich war zumindest mental recht gut vorbereitet.“ Schon auf dem 4km langen Bergaufstück des Philosophenwegs konnte Brosch einige Plätze gut machen und drehte dann bergab nochmal richtig auf. „Auch hier habe ich ein Szenario meines ersten Berglaufs der Spessartchallenge noch vor Augen. Als ich dachte, dass man sich beim Bergablaufen erholen würde und etwas locker laufe und dann mein Teamkollege Adi Kor bergab an mir vorbeigeflogen kam. Dieses Bild hat mir in den Jahren danach und auch in Heidelberg wieder enorm geholfen", so Brosch zu seinen Erfahrungen mit schwierigen Rennpassagen. Kreit, die in den Wochen zuvor nochmal Tempoläufe am Berg gelaufen ist, konnte ebenfalls ihren Platz im Frauenfeld behaupten.
Brosch lief als 14. des Gesamrfeldes ins Ziel. Im Zwischenranking nach zwei Rennen steht Brosch aktuell auf dem 4. Gesamtplatz des BASF Rhein Neckar Cups und kann trotz sehr starker Konkurrenz sein selbstgestecktes Ziel eines erneuten 5. Gesamtrangs beim letzten Wertungsrennen in Viernheim erreichen. Kreit konnte mit einem sehr starken Wettkampf ebenfalls ein Top 20 Resultat im Damenfeld holen und blickt optimistisch auf ihre erste Mitteldistanz bei der Challenge Walchsee.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen