BREAKING NEWS: Trotz schlechter Vorzeichen - Orber Bundesligadamen machen Fortschritte


 Drittes Saisonrennen T3-Triathlon Düsseldorf: Ein strahlendes Schlusslicht kommt langsam in die Gänge
Vorstartspannung 1. Triathon Bundesliga: "On your Marks!"
„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Es ist uns gelungen, in einem Topstarterfeld unsere geplanten Fortschritte zu machen. Wir bleiben Letzter in der Tabelle, aber kommen voran. Das macht uns stolz“, resümiert der sportliche Leiter Jürgen Metzler das Bundesligarennen der Bad Orber Triathletinnen beim T3-Triathlon in Düsseldorf. Das Bundesligarennen, in das die Deutsche Meisterschaft der Profisportler eingebettet war, hatte mit der kompletten Deutschen Nationalmannschaft um Anne Haug und Rebecca Robisch etliche Starterinnen, die nicht nur um eine Topplatzierung mit der Mannschaft, sondern auch um den Deutschen Meistertitel im Sprint kämpften. 
Großstadtflair Deluxe: T3@Düsseldorf
Mit Julia Ertmer hatten die Profisportler eine Konkurrentin aus Bad Orb in ihren Reihen, die den Elitesportlern vorgemacht hatte, wie man bei den Deutschen Meisterschaften ganz vorne landet. Ertmer reiste als Vizemeisterin „Sprint“ und Deutsche Meisterin „Olympische Distanz“ an den Rhein, deutsche „Amateurmeisterin“ wohlgemerkt. Genau an diesem Punkt erkennt man das sportliche Niveau und den Unterschied, mit dem sich die Orber Triathletinnen in dieser Saison auseinandersetzen. Es ist eine leidenschaftliche Truppe ambitionierter Amateursportlerinnen, die durch ihre Erfolge unter den ganz Großen ihrer „Zunft“ antritt. Die Topstarter der ersten Triathlon Bundesliga schielen allesamt Richtung Olympische Spiele 2016 in Rio. Der TV Bad Orb dagegen kann mit seinem Bundesliga-Etat gerademal das Jahr 2015 überblicken. Die Kurstädterinnen sind dementsprechend froh, einfach nur „dabei zu sein“. Dies ist ihr ganz persönlicher olympischer Gedanke und jedes Bundesligarennen ein kleines „Rio“. Deswegen war es zwar schade, aber kein Beinbruch, dass das Team Spessartchallenge TV Bad Orb vom Verletzungspech geplagt in Düsseldorf an den Start gehen musste. Mit Julia Ertmer, Nina Vabic, Elisabeth Hilfenhaus und Nicole Swoboda-Töpfer stellte sich das Team sozusagen von selbst auf. Hilfenhaus wechselte für das Rennen auf ein neues Fahrrad mit anderer Schaltung, um ihrer noch nicht ganz verheilten Wunde von einem Brotmesserunfall mehr Schonung zu ermöglichen. Swoboda-Töpfer stellte zwar ihr Wettkampfrad ordnungsgemäß in die Wechselzone. Dieses blieb jedoch „geplant“ unbenutzt. Ihr Ermüdungsbruch, der Radfahren und Laufen unmöglich macht die nächste Zeit, verhinderte, dass sie das Rennen fortsetzen konnte nach dem Schwimmen. Ihre einzige Aufgabe war es, einer Teamkollegin „Wasserschatten“ zu spenden. 
Und ab dafür...
Von vorneherein war also klar, dass die Last des Durchkommens auf Ertmer, Vabic und Hilfenhaus ruhte. Wäre eine weitere Athletin ausgefallen während des Rennens, hätte das Team nicht gewertet werden können. 
„Wir hatten rein gar nichts zu verlieren. Schon am Vorabend des Rennens war in Düsseldorf an der Stimmung unserer Athletinnen zu spüren, dass die Aufregung der ersten beiden Rennen positiver Energie gewichen war. Mit unbändigem Willen kämpften alle im Wasser, um ihre Ziele zu erreichen“, so Betreuer Adi Kohr zur Auftaktdisziplin. Elisabeth Hilfenhaus und Nicole Swoboda-Töpfer konnten sich im Mittelfeld festsetzen. Ertmer hielt lange Kontakt zur hintersten Schwimmgruppe und musste erst spät etwas abreißen lassen. Vabic distanzierte eine Konkurrentin von Neukölln beim Schwimmen, so dass die Orberinnen dieses Mal nicht das Schlusslicht bildeten. Swoboda-Töpfer hatte nach dem Schwimmen ihren Dienst fürs Team erledigt. Die Mittelfeldposition von ihr und Hilfenhaus lässt auf das Ligafinale in Tübingen hoffen, bei dem beide wieder voll gesundet in allen drei Disziplinen angreifen wollen. 

Der fast 500m lange Weg durch den Düsseldorfer Medienhafen zur Wechselzone kam den Damen vom TV Bad Orb ebenfalls entgegen. Ertmer gelang es, die Gruppe um Hilfenhaus zu ergattern. Von da an fuhren sie in einer 5-köpfigen Verfolgergruppe. Vabic schloss einen Pakt mit einer Athletin vom TUS Neukölln, so dass alle Orber in „Teamzeitfahrmanier“ unterwegs waren.  
Julia E führt die Gruppe an, Elli schuftet hinter ihr!
Nach den flotten 20 Kilometern auf dem Rad, konnten vor allem Ertmer und Vabic zeigen, dass sie sich in den Laufschuhen am wohlsten fühlen. Mit starken Läufen ließen sie dieses Mal einige der Konkurrentinnen hinter sich. Hilfenhaus biss sich durch, verlor aber auf den 5km an Boden.
Elli beißt auf der Laufstrecke

Im Ziel war die Mannschaft happy, obwohl in der Addition der Platzierungen erneut Platz 14 von ebenso vielen Bundesligateams heraussprang.  
„Hier fand heute Entwicklung statt. Wir kommen näher. Es braucht eben seine Zeit, um auf diesem Niveau Fuß zu fassen. Jetzt haben die Mädels einen Monat Zeit, sich zu erholen und die Verletzungen auszukurieren. Beim Finale in Tübingen wollen wir nochmal einen draufsetzen und zeigen, dass unser kleines Städtchen nochmal ein Ausrufezeichen setzen kann“, wagt Kohr den Blick in die Zukunft. 
Check: Julias Schwesterherz der Schmerzen aus Erlangen
Schwestern im Leid... Nina und ihre Zeitfahrpartnerin aus Neukölln!
Die Topathleten kämpften mit brutalem Tempo um den Deutschen Meistertitel. Die Damen von Buschhütten, Witten und Potsdam gaben alles, um ganz vorne mitzumischen. Gewonnen hat das Rennen die Potsdamerin und Juniorenweltmeisterin Laura Lindemann. Eine Athletin, die Deutschland bei den olympischen Spielen in Rio sicherlich vertreten wird. Für die Orber Damen folgt ihr nächstes persönliches „Rio“ am 2. August beim Saisonfinale der Ersten Triathlon Bundesliga. 
Meisterlich mit einem 5km-Lauf in 16:25min: Laura Lindemann!
Das Bild des Tages wurde beim Check-In geschossen. Der Deutscher Serienmeister EJOT Team Buschhütten "meets" Schlusslicht TV Bad Orb: WOW! 
von links nach rechts Hannah Philipin (U23 WM 2014/Platz 4), Nina Vabic, Rebecca Robisch (Weltcupfinale 2014/Platz 6), Swenja Bazlen (Olympia 2012/Platz 32), Nicole Swoboda-Töpfer, Julia Ertmer, Rachel Klamer (Europameisterin 2013), Elisabeth Hilfenhaus
... Immer wieder wie im Film: "The Orb" in der Bundesliga!!!

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